Männer und Frauen – Klischees auf dem Prüfstand

In Berufsbildern, der Werbung oder in der Mode. Überall trifft man auf Geschlechterstereotypen. Doch treffen die von der Gesellschaft geformten Klischees auch beim Leasing zu?

Bei leasing.de gehen jährlich 18.000 Vergleichs-Anfragen ein. 85 Prozent dieser Anfragen stammen von Männern. Nur 15 Prozent aller Anfragen stammen von Frauen. Leasing ist Männersache, doch Frauen holen auf: Der Anteil, der sich für Leasing interessiert, ist seit 2009 von 9,5 auf 15 Prozent stark gestiegen. Frauen, traut euch und least!

Auch im Straßenverkehr sind die Rollenbilder längst nicht mehr festgefahren. In den 70er-Jahren musste die äußerst beliebte WDR-Fernsehsendung “Der 7. Sinn” noch vor den besonderen Gefahren für und durch Frauen im Straßenverkehr warnen.

Weibliche Pkw-Führer haben heute einen weitaus besseren Ruf. Eine aktuelle Umfrage des Forsa-Instituts kommt sogar zu dem überraschenden Ergebnis: die Mehrheit der Deutschen hält Frauen für die besseren Autofahrer – etwa im Bezug auf Sicherheit und Souveränität. Zahlen aus der Versicherungsbranche stützen das Ergebnis. Die WELT folgert daraus: Frauen fahren sicherer Auto als Männer.

Was gefällt Männer und Frauen beim Leasing?

Doch so sehr sich Frauen- und Männer-Rollen in unserer Gesellschaft annähern – manchen Klischees kann man doch nur zustimmen. Die Werbung des Bierbrauers Heineken macht es vor: Männer freuen sich über Bier, Frauen bevorzugen Kleidung. Wer will da widersprechen?

Auch beim Leasing gibt es große Unterschiede bei den Geschlechter-Präferenzen. Männer neigen überproportional zu Nutzfahrzeugen, Baumaschinen wie Bagger oder Kräne sowie Motorrädern und Schiffen. Das Flugzeug-Leasing ist eine reine Männerdomäne.

Der größte Anteil der Frauen hingegen least aus dem Bereich Medizintechnik. Rund ein Drittel aller Anfragen für Augen-Laser, Diagnosegeräte oder Wartezimmer-Möbel für Arztpraxen kamen von Frauen. Typisch weiblich sind dazu die Bereiche Kommunal-Leasing, Gewerbliche Immobilien und Büroausstattung.

Maenner-Frauen_Anteil_Leasing-Anfragen Männer mögen’s beim Auto exklusiver

Wie steht es um die automobilen Wünsche von Männern und Frauen? Bei Autos stammen 87 Prozent der Anfragen bei leasing.de von Männern, 13 Prozent von Frauen. Tendenziell sind Männer beim Kfz-Leasing im Vergleich zu Frauen an teureren Modellen interessiert. Der durchschnittliche Betrag von Leasing-Anfragen im Kfz-Bereich liegt bei Männern bei 29.000 Euro gegenüber 26.000 Euro bei Frauen. Die gefragteste Frauen-Marke ist dementsprechend Volkswagen vor den drei deutschen Premium-Marken und Peugeot. Die Auswertung bestätigt das Klischee, dass Männer schnelle Autos mit Prestige bevorzugen: Beim männlichen Geschlecht reichen die Marken von BMW bis – Porsche.

Maenner-Frauen_Betrag_Leasing_Autos

Maenner-Frauen_Beliebteste_Auto-Marken

Mit Leasing über die Energieeffizienz-Hürde

Für Mittelständler wird die Energieeffizienz bei steigenden Strompreisen zunehmend ein Wettbewerbsvorteil. Von 2009 bis 2012 ist der Strompreis für die Industrie inklusive Stromsteuer um rund 13 Prozent gestiegen.

Um den gestiegenen Stromkosten zu begegnen, setzen viele Unternehmen auf neue Energiesysteme. Die Investitionen in Solaranlagen oder Blockheizkraftwerke sind jedoch hoch. Leasing kann hier eine interessante Finanzierungs-Alternative sein.

Seit 2009 hat sich die Nachfrage nach Energie-Leasing auf unserem Vergleichsportal mehr als verdoppelt. Das Portal verarbeitet jährlich rund 18.000 Leasing-Anfragen. Seit 2009 stellten Unternehmen bei leasing.de insgesamt Anfragen im Wert von 3 Milliarden Euro – vom Auto über die Produktionsanlage bis zu IT-Hard- und Software. Entfielen 2009 noch 6,5 Prozent aller Anfragen auf Energiesysteme, waren es 2011 knapp 15 Prozent. Im Jahr 2011 mussten Unternehmen mit 14,04 Cent pro kWh so viel wie noch nie für Strom bezahlen.

Leasing-Anfragen_EnergiesystemeQuelle: leasing.de

Für 2013 müssen Unternehmen erneut mit einem Höchststand beim Strompreis rechnen. Laut Bundesverband der Energieabnehmer sind die Stromkosten für den Mittelstand im Vergleich zum Vorjahr um durchschnittlich 12,9 Prozent gestiegen.

Die Gründe für die Preisaufschläge sieht der Verband vor allem in den politischen Maßnahmen, die im Zuge der Energiewende ergriffen wurden, insbesondere die Erhöhung der EEG-Umlage.

Blockheizkraftwerke gefragt

Bei leasing.de fragen Unternehmen besonders Blockheizkraftwerke vermehrt nach. Bei diesen Kraftwerken im eigenen Keller handelt es sich um stromerzeugende Heizungen. Durch diese „Kraft-Wärme-Kopplung“ sind Blockheizkraftwerke energieeffizienter als ein Großkraftwerk, sparen Kosten und entlasten die Umwelt. Wie die Kraft-Wärme-Kopplung funktioniert, zeigt dieses Video:

Damit sich der Einsatz eines Blockheizkraftwerks im Unternehmen lohnt, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Als größter Nachteil eines Blockheizkraftwerks werden die hohen Anschaffungskosten diskutiert. Der Preis einer großtechnischen Anlage kann mehrere zehntausend Euro übersteigen.

Hier greift einer der großen Vorteile des Leasing: Die Hürde der Anfangsinvestition entfällt. Die laufenden Raten lassen sich teilweise aus den Energie-Einsparungen finanzieren. Zudem belastet Leasing im Gegensatz zum Kredit nicht die Bonität des Unternehmens.

Wer also sein neues Energiesystem über Leasing finanzieren will, sollte auf jeden Fall einen Leasing-Vergleich starten, um das beste Angebot zu finden.

Neues aus Basel – Mit Leasing die Bonität schonen

Unter dem Begriff „Basel III“ tritt ab 2013 Schritt für Schritt ein Reformpaket zur Bankenregulierung in Kraft. Verantwortlich ist der Basler Ausschuss der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich. Die Reformen setzen sowohl bei der Eigenkapitalbasis, als auch bei den Liquiditätsvorschriften an.

Für Unternehmen bedeutet Basel III, die Banken werden bei der Kreditvergabe das Rating noch stärker beachten. Laut einer Studie des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand erwarten 58 Prozent der Finanzentscheider in kleinen und mittleren Unternehmen aufgrund der neuen Bankenrichtlinien eine erschwerte Kreditversorgung. Besonders verbreitet ist die Skepsis in Unternehmen der Größenklasse 12,5 bis 25 Mio. Euro (77 Prozent).

d844dac48aEinen entscheidenden Einfluss auf das Rating und die Kreditvergabe hat die Eigenkapitalquote des Unternehmens. Vor diesem Hintergrund sollten Finanzentscheider prüfen, inwiefern alternative Finanzierungsinstrumente als Ergänzung zum Bankenkredit sinnvoll sein können.

Bilanzneutralität von Leasing

Eines dieser alternativen Finanzierungsinstrumente ist Leasing. Leasing-Objekte stehen im Eigentum des Leasing-Gebers und erscheinen beim Leasing-Nehmer ebenso wenig in der Bilanz wie die Verpflichtungen aus dem Leasing-Vertrag. Diese „Bilanzneutralität“ verbessert die Eigenkapitalquote. Weitere Vorteile des Leasings: Die Kosten sind aufgrund fester Leasing-Raten, auch bei steigenden Zinsen, fest kalkulierbar. Die Leasing-Zahlungen sind zwar meist höher als bei einem fremdfinanzierten Kauf, dafür in der Regel steuerlich voll absetzbar. Und nach dem „Pay-as-you-earn-Prinzip“ lassen sich die Leasing-Raten aus den erwirtschafteten Erträgen des Investitionsobjekts bestreiten, da die einmaligen Anschaffungskosten entfallen. Dadurch schont Leasing zusätzlich die Liquidität und lässt bestehende Kreditlinien unberührt.

Zur Bilanzneutralität des Leasings ist allerdings ein Hinweis für kapitalmarktorientierte Unternehmen nötig. Wenn Unternehmen nach IFRS bilanzieren, könnten sich nämlich demnächst einige Änderungen zur Erfassung von Leasing ergeben. Ein Gremien-Entwurf zu den internationalen Rechnungslegungsvorschriften ist in Arbeit und schon mehrmals verschoben worden.

Kredite sinnvoll um Alternativen ergänzen

Für die meisten kleineren und mittleren Unternehmen wird die Bilanzneutralität von Leasing auch in Zukunft voll erhalten bleiben. Dabei geht es nicht darum, auf die klassische Fremdfinanzierung zu verzichten, sondern Kredite sinnvoll um Alternativen wie Leasing zu ergänzen. Wer sich weiter über Basel III und die Auswirkungen auf sein Unternehmen informieren möchte: Die Deutsche Bundesbank bietet einen guten Überblick mit der Publikation „Basel III – Leitfaden zu den neuen Eigenkapital- und Liquiditätsregeln für Banken“. Für umfassendere Finanzierungsalternativen hat der Deutsche Industrie- und Handelskammertag gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Banken die Publikation „Alternativen zum Kredit“ herausgegeben.

Wer über Leasing und Kredit nachdenkt, sollte auf jeden Fall beachten, dass auch beim Leasing-Antrag die Bonität geprüft wird. Aus Bonitäts-Sicht ist also die richtige Reihenfolge: Zuerst mit guter Bonität bilanzneutral leasen, um dann mit weiterhin guter Bonität einen Kredit zu guten Konditionen zu erhalten.